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Der nächste Feuerwehrdienst findet am Freitag, den 23.02.2018 19:00 Uhr in Spittwitz statt. Thema: erste Hilfe

Jahreshauptversammlung 2011

Die Jahreshauptversammlung der Gemeindefeuerwehr fand am 11.02.2011 im großen Saal des "Gasthof zum Hirsch" in Göda statt. Wie immer gab es vor Beginn der Veranstaltung ein leckeres Abendessen auf Kosten der Gemeindefeuerwehr. Für die freundliche und schnelle Bedienung möchten wir uns bei Timo Reichelt und seinem Team recht herzlich bedanken.

Für die kulturelle Umrahmung sorgte die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Göda mit zünftiger Blasmusik, auch dafür ein herzliches Dankeschön.

Das vergangene Jahr wurde vom Gemeindewehrleiter Steffen Kohlhoff im Rechenschaftsbericht ausgewertet. Das neue Gerätehaus in Göda wurde im Frühjahr des vergangenen Jahres fertiggestellt und am 15.05.2010 feierlich eingeweiht. Weiterhin wurde ein neues LF 10/6 für die Ortsfeuerwehr Göda im November in Dienst gestellt sowie normgerechte Einsatzbekleidung für die aktiven Kameraden der Gemeindefeuerwehr beschafft. Beides wurde ermöglicht durch Mittel aus dem Konjunkturprogramm II der Landesregierung Sachsen. Zahlreiche Kameraden haben sich auch im letzten Jahr in Basis- und Führungslehrgängen weiterqualifiziert, die Qualität der Ausbildung wurde erhöht und das Wissen und Können der Kameraden in zahlreichen Einsätzen, vorwiegend bei der "Technischen Hilfeleistung" unter Beweis gestellt.

Andererseits gab es 2010 auch Rückschläge und Verluste. So musste die traditionsreiche Ortswehr Seitschen geschlossen werden, da nicht mehr ausreichend aktive Kameraden zur Verfügung stehen, um Einsätze erfolgreich absolvieren zu können. In Aussicht auf die Entscheidung der Gemeinde, die defekte und veraltete Technik in Seitschen nicht mehr zu ersetzen, trug ein übriges dazu bei, dass mehrere Kameraden die Feuerwehr verlassen haben. Für die Gemeinde Göda und die Feuerwehr insgesamt ein großer Verlust.

Zur Gewissheit geworden ist auch die Absicht der Landesregierung, im Zuge der Gebietsreformen den Katastrophenschutz neu zu strukturieren. Das bedeutet für die Gemeinde Göda den Abzug des Kat-Schutz Fahrzeuges LF16 aus Spittwitz. Für die dortigen Kameraden ein herber Rückschlag. Jahrelang hat man sich nicht nur im Brandschutz der Gemeinde Göda, sondern auch landesweit im Katastrophenschutz engagiert, sich weitergebildet, über den normalen Feuerwehrdienst hinaus Kenntnisse und Fertigkeiten erworben und sehr viel Freizeit investiert, damit der Laden läuft. Fahrzeug weg und Auftrag weg bedeutet, so manche Ausbildungsstunde war für die Katz, verlorene Zeit, die einem niemand mehr zurückgeben kann. Veränderungen sind notwendig und richtig, aber sie dürfen nicht an den Menschen vorbei gemacht werden. Warum wird in der Politik so oft administrativ über Geld und Mittel entschieden, ohne sich ausreichend Gedanken zu machen, was mit dem viel wertvolleren Gut, den pflichtbewussten und engagierten Menschen passiert, die ihre Freizeit opfern, um anderen zu helfen. War mal ein Verantwortlicher der Landesregierung da und hat mit den Spittwitzer Kameraden gesprochen? Wurde versucht, das Spittwitzer Potential umzuleiten, damit es nicht verloren geht? Wenn JA, dann sicher nicht in überzeugendem Maße. Die Spittwitzer Feuerwehr, bis dato eine der tragenden Säulen beim Brandschutz der Gemeinde Göda droht wegzubrechen! Der Unmut der Spittwitzer, der auch in der Diskussion offen angesprochen wurde, ist mehr als verständlich.

Im weiteren Verlauf erfolgten der Rechenschaftsbericht der Jugendfeuerwehr und die Grußansprachen von Bürgermeister, Kreisfeuerwehrverband und Kreisjugendfeuerwehrverband.

Auch die Jugenfeuerwehr Seitschen stand auf der Kippe. Man kann sich vorstellen, dass die Dienstdurchführung ohne Unterstützung einer aktive Ortsfeuerwehr am Standort sehr schwierig und eigentlich unmöglich ist. Ohne Nachwuchs ist die Zukunft der Feuerwehr in der Gemeinde in Frage gestellt! Die Verantwortlichen haben in dieser Frage das einzig Richtige getan, nämlich die Jugendfeuerwehr nach Göda zu holen und Bedingungen für eine angemessene Dienstdurchführung zu schaffen. Das ist nicht zuletzt auch der Verdienst der neuen Jugendfeuerwehrwarte, Clemens Geilich und Richard Gülde, die diese Problematik bereits im Vorfeld erkannten und wiederum Freizeit investierten, um den geforderten Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Nardt zu absolvieren. An dieser Stelle sollte auch der Verdienst der bisherigen Jugendfeuerwehrwarte, Jürgen Birras und seinem Team, nicht unerwähnt bleiben. Im Rechenschaftsbericht der Jugendfeuerwehr kam deutlich zum Ausdruck, dass die Kinder und Jugendlichen froh sind, dass es mit der Jugendfeuerwehr in der Gemeinde Göda weitergeht.

Der Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes Bautzen, Gerolf Marschner, sprach in seiner Grußrede von den Schwierigkeiten des Verbandes, nach der Gebietsreform entsprechende Strukturen für die Feuerwehr zu schaffen. Sehr zurecht fiel auch der Name der Feuerwehr Birkau, die seit Jahren die Gemeinde Göda beim Kreisfeuerwehrtag vertritt und beim Feuerwehrsport (100m Löschangriff) mit Zeiten unter 30 sec. mittlerweile zu den Favoriten auf Kreisebene zählt.

In der freien Diskussionsrunde am Ende des offiziellen Teils musste nochmals sehr emotional über das Ärgernis des letzten Jahres, dem Weggang des Spittwitzer Löschgruppenfahrzeuges LF 16/12, diskutiert werden. Nun direkt aus der Sicht der Kameraden aus Spittwitz. Jedoch werden für die Klärung dieser tief in die Ortswehr eindringende Zäsur noch weitere sachliche und mit Fakten unterlegte Gespräche auf Gemeinde-, bestimmt auch auf Kreisebene, nötig sein.

Neben den doch größeren Reiberein in der diesjährigen Jahreshauptversammlung gab es auch versöhnliche Augenblicke, so bei den Beförderungen. Neben dem offiziellen Eintritt des Kameraden Toni Kliwer in die Ortswehr Birkau, wurden Kameraden zum Feuerwehrmann, Oberfeuerwehrmann, Hauptfeuerwehrmann und Löschmeister befördert. Das Engagement dieser Kameraden wurde durch den Bürgermeister, dem Gemeindewehrleiter, seinem Stellvertreter und dem Abgeordneten des Feuerwehrverbandes gewürdigt.

Und auch in unserer Ortsfeuerwehr wurden zwei Kameradinnen und ein Kamerad befördert. Den Dienstgrad der Hauptfeuerwehrfrau bzw. des Hauptfeuerwehrmanns erhielten:

  • Karin Siering
  • Romy Geilich
  • Richard Gülde

Wir gratulieren unseren Kameradinnen und unserem Kamerad und wünschen weiterhin gute Erfolge in der Feuerwehr.

Diese doch sehr hitzige und aufreibende Jahreshauptversammlung konnte nach dem offiziellen Teil in gemütlicher Runde und bei wieder runtergekühlten Köpfen ausklingen. Doch hohe Erwartungen und das eine oder andere Problem sind nun unbedingt im kommenden Jahr von der Gemeindewehrleitung zu beheben.